Schule im Revier – Lernort Natur 2011

Mintraching.(lbl) Wieder einmal waren knapp 100 Grundschüler aus Mintraching und Sünching zu Gast im Jagdrevier von Karl Brückl im Mintrachinger Holz. Neben Eindrücken über die heimische Fauna und Flora erhielten die Teilnehmer auch eine Erinnerungsmedaille aus heimischem Holz.

Gut dreissig „Grünröcke“ hatten sich am Freitag morgen schon vor Schulbeginn an der Grundschule Mintraching eingefunden, um die Schüler der dritten Klassen zu einem lehrreichen Vormittag in das Jagdrevier von stellvertretendem Hegegemeinschaftsleiter Karl Brückl abzuholen. Standesgemäß war die Begrüßung mit Jagdhörnerklang und Hundeführern auf dem Schulhof, wo Rektor Josef Fisch den Jägern schon vorab für ihre Jugendinitiative dankte. Nach dem Grußwort durch Bürgermeister Kurt Senft und einer kurzen Einweisung durch Jagdpächter Karl Brückl ging es mit dem Bus ab in das Mintrachinger Holz, wo die Jäger vier Unterrichtsstationen aufgebaut hatten, die die Kinder in vier Doppelgruppen in halbstündigem Turnus durchliefen. Die Lehrinhalte waren wie in den Vorjahren von zwei jagenden Lehrern, Katharina Brückl und Walter Schimanko, Schulkind gerecht ausgearbeitet worden.

Auf Station 1 zeigten unter der Leitung von Elisabeth Putz und Thiemo Ammering verschiedene Hunderassen, was ein Jagdhund beherrschen muß und zu leisten imstande ist. 18 Hundeführer zeigten hier ihre Schützlinge vor, die sich sehr zur Begeisterung der Kinder größtenteils noch im Welpenalter befanden und natürlich gestreichelt werden wollten.

Um unseren Wald schlechthin ging es an Station 2. Hier informierte Revierbetreuer Alfons Putz über den Aufbau und die verschiedenen Funktionen unseres Waldes. Spielend lernten die Kinder die heimischen Baumarten kennen und bald konnten die aufmerksamsten unter ihnen auch schon Zweige den entsprechenden Baumarten zuordnen.

Den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen stellte Gutsbesitzer Friedrich Amann, Helmut Raith, Rudolf Paukert und Karlheinz Stangl auf Station 3 vor. Hier konnte man an Hand von vielen Präparaten die heimische Tierwelt einmal „fast live“ erleben. Viele Kinder sahen hier zum ersten Mal Fuchs, Fasan, Reh, Dachs oder Wildschwein zumindest als Präparat.

Interessant wurde es auch an Station 4, wo Martin Gürster, Thomas Härtl und Guido Bieber sowie Anton Kirmeier über die Aufgaben eines Jägers informierten. Die Schüler durften unter Anleitung der Jäger eine Jagdkanzel besteigen und mit einem Jagdfernglas Wild ansprechen (erkennen) sowie die Entfernung zum Tier abschätzen. Für viel Hallo sorgten auch die Versuche, dem Jagdhorn Töne zu entlocken und aus respektvoller Distanz wurden verschiedene Jagdwaffen begutachtet. Die Funktion der Schulglocke übernahm an diesem Vormittag Georg Vilsmeier, der mit seinem Jagdhorn zum Stationswechsel und zur Pause rief.

Selbstverständlich gab es zur Halbzeit eine kleine Stärkung und als Erinnerung erhielten die Teilnehmer zum Schluß eine von Familie Hugo Meyringer und Katharina Brückl in Handarbeit erstellte Medaille aus heimischem Buchenholz. Bei der abschließenden Brotzeit bedankte sich Aktionsleiter Walter Schimanko bei allen Mithelfern.

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